Johann Sebastian Bach

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Am 21. März 1658 wird Johann Sebastian Bach mitten in eine weitverzweigte Musikerfamilie im deutschen Eisenach hineingeboren. Die Eltern des begnadeten Musikers sterben bereits früh und so ist es Johann Christoph, sein älterer Bruder, der ihn zu sich in die Ortschaft Ohrdruf nach Hause aufnimmt. Im Jahre 1700 ist Johann Sebastian Bach fünfzehn Jahre alt und erhält bereits in diesem jungen Alter ein Stipendium in der Stadt Lüneburg an der Michaelis Klosterschule. Mehrere Male wird er von diesem Ort aus nach Hamburg verreisen und bereits drei Jahre später wird Johann Sebastian Bach als Violinist und Lakai bei Hofe von Johann Ernst, Herzog von Sachsen Wismar, eingestellt. Johann Sebastian Bach hatte zu diesem Zeitpunkt gerade die Schule beendet. Diese Lebensstation dauerte allerdings nur wenige Monate, denn bereits im Juli des Jahres 1703 verlässt Bach diesen Ort wieder, um das Amt eines Organisten an der neuen Kirche in Arnstadt zu übernehmen. Seine beruflichen Pflichten bestehen fortan vor allem im Kirchendienst sowie in der Schülerausbildung. Er hat nebenbei allerdings noch ausreichend Zeit, um seiner musikalischen Leidenschaft und Neigung nachzukommen. Zu dieser Zeit schreibt Johann Sebastian Bach auch seine allerersten bedeutsamen Orgelkompositionen. Aus dem Jahre 1705 ist bekannt, dass Johann Sebastian Bach eine Reise nach Lübeck unternommen hat, um sich von Dietrich Buxtehude, einem seinerzeit bekannten deutschen Orgelmeister, unterrichten zu lassen.

Das Ausnahmetalent Bachs ist bald in allen deutschen Landen bekannt

Mit seinem Arbeitgeber kommt es vermehrt zu Auseinandersetzungen, sodass sich Johann Sebastian Bach schließlich vor dem sogenannten Kirchenkonsistorium verantworten muss. Schließlich verlässt er im Jahre 1707 Arnstadt und begibt sich nach Mühlhausen, wo er fortan das Amt des Organisten der Sankt Blasius Kirche innehat. Ebenfalls im Jahr 1707 heiratet Johann Sebastian Bach seine Cousine namens Maria Barbara. Im Alter von 23 Jahren reicht Johann Sebastian Bach im Sommer des Jahres 1708 sein Entlassungsgesuch ein und ist fortan als Kammermusiker und Hoforganist bei Wilhelm Ernst, Herzog zu Weimar, tätig. Noch im gleichen Jahr wird Johann Sebastian Bach zum ersten Mal Vater, innerhalb von sieben Jahren sollten dann noch sechs weitere Kinder folgen. Als brillanter Orgelvirtuose genießt Johann Sebastian Bach bald einen exzellenten Ruf, und im Jahre 1714 steigt Bach schließlich zum Konzertmeister auf. Drei Jahre später wird er am Hofe des Fürsten Leopold zu Anhalt zum Hofkapellmeister ernannt. Dieses Jahr wirft allerdings auch einen dunklen Schatten über das Leben von Johann Sebastian Bach, denn mit gerade einmal 35 Jahren stirbt seine Frau und wird in Köthen beigesetzt. Seine größten Werke erschuf Johann Sebastian Bach in seinen letzten Lebensjahren.

Bereits ein Jahr nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratet Johann Sebastian Bach ein zweites Mal, nämlich Anna Magdalene Wilcke, Tochter eines Musikers. Die Zeitspanne in Köthen erweist sich als besonders fruchtbar, denn es entstanden nicht nur zahlreiche Klavierstücke, sondern vor allem auch Instrumentalwerke wie Orchestersuiten und Violinkonzerte. In der Stadt Leipzig wird im Jahre 1723 die hoch angesehene Position des Thomaskantors vakant. Johann Sebastian Bach bewirbt sich auf diese Stelle und wird im April 1723 in dieses Amt gewählt und anschließend vereidigt. Große international bekannte Vokalwerke, allem voran die Matthäuspassion und Johannespassion sowie zahlreiche Motetten und Kantaten verfasste Johann Sebastian Bach auf dieser seiner letzten Lebensstation. Mit 65 Jahren stirbt Johann Sebastian Bach schließlich am 28. Juli 1750 in Leipzig. Über das Leben und Wirken von Johann Sebastian Bach wurde stets viel geschrieben und philosophiert, allerdings kann dies nicht über die Tatsache hinwegsehen lassen, dass aus seiner Zeit nur vergleichsweise wenige Informationen und Dokumente erhalten sind. Zu den wichtigsten gehören von Johann Sebastian Bach selbst geschriebene Seiten. Besonders hervorzuheben ist dabei die von ihm selbst verfasste Familienchronik aus dem Jahre 1735, in der Bach auch genaue Angaben über die Ursprünge der musikalisch Bachschen Familie macht.

Das Leben Johann Sebastian Bachs wirft zahlreiche Fragen auf

Die handgeschriebenen Werke von Johann Sebastian Bach, welche heute überliefert, bekannt und gesichert sind, umfassen 288 Seiten. In der Stadt Leipzig lagern im Bacharchiv insgesamt 814 Dokumente. Ebenfalls der Nachwelt erhalten geblieben ist ein handschriftlich von Johann Sebastian Bach verfasster Brief an Georg Erdmann, seinem Jugendfreund. Vergleicht man Johann Sebastian Bach mit anderen berühmten Musikern und Komponisten, so ist festzustellen, dass Bach eher der große Unbekannte bleibt um dessen Leben sich bis heute zahlreiche Mythen und Legenden ranken. Das gesamte Leben von Johann Sebastian Bach spielte sich in einem relativ überschaubaren kleinen Gebiet in Mitteldeutschland ab, was für einen Komponisten seiner Größe und seiner Bedeutung doch eher ungewöhnlich erscheinen mag. Wenn man einmal von einem kurzen Aufenthalt in der Stadt Lüneburg absieht, so lagen sämtliche Wohnorte von Johann Sebastian Bach im Gebiet der neuen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Als genialer deutscher Komponist und Orgelvirtuose der Barockzeit gilt Johann Sebastian Bach heute zu Recht als einer der bedeutendsten und bekanntesten Musiker. Vor allem von Berufsmusikern wird Johann Sebastian Bach mit Recht als größter Komponist aller Zeiten betitelt. Musikschaffende lassen sich bis heute von seinen Werken inspirieren, nachfolgende Generationen von Komponisten und Musikern sind bis in die heutige Zeit von Bachs musikalischem Lebenswerk beeinflusst.

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