Elvis Presley

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Elvis Presley wurde unter dem Namen Elvis Aaron Presley am 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi geboren. Sein Zwillingsbruder Jesse Garon kam tot zur Welt. Elvis wuchs so als Einzelkind bei seinen Eltern Vernon Elvis Presley (Landarbeiter) und Gladys Love Presley (Textilarbeiterin) auf. Die familiären Strukturen waren sehr eng, sodass er wohl behütet im Kreise seiner Verwandten aufwuchs. Schon früh sang er zusammen mit seinen Eltern und auch in der Kirche. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte der kleine Elvis mit 10 Jahren bei einer lokalen Talentshow. Er belegte dort den 5. Platz und erhielt dafür von seinen Eltern eine Gitarre. In seiner Jugend bewunderte Elvis den Country Musiker Carvel Lee Ausborn. Von ihm erhielt der Junge dann sogar Gitarrenunterricht. Als Elvis 13 Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern nach Memphis, Tennessee. Hier waren die wirtschaftlichen Voraussetzungen besser für die Eltern. In Memphis begann er auch, sich zunehmend für die „schwarze“ Gospelmusik zu interessieren. Seinerzeit war die Rassentrennung in den USA noch allgegenwärtig. Aus diesem Grund konnte er den „All Night Gospel Singings“ in einer lokalen Kirche auch nur von der Empore aus zuhören.

Musikalische Karriere

Mit 28 Jahren nahm er von seinem ersten Gehalt eine eigene Platte als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter auf. In dieser Zeit verdiente er sich in der Freizeit schon ein bisschen was dazu bei Live-Auftritten bei Partys im Raum Memphis. Seine zweite Single nahm er ein Jahr später wieder in den gleichen (Sun) Studios auf, die er auch schon beim ersten Mal ausgewählt hatte. Hier erkannte der Produzent sein außergewöhnliches Talent. Im Juli 1954 kam es zur ersten legendären Aufnahmesession. Zusammen mit dem Gitarristen Scotty Moore und dem Bassisten Bill Black war er damals unter dem Namen „Starlight Wranglers“ unterwegs. Sie nahmen in dieser Aufnahmesession die Bluesnummer „That’s All Right Mama“ auf, jedoch in einer völlig neuen Interpretation. Dieser neue Stil wurde „Rockabilly“ genannt und der Titel „That’s All Right Mama“ gilt als erster Song dieser neuen Stilrichtung. Der Produzent des Stückes war befreundet mit Dewey Philips, der Radiomoderator und Discjockey war. Ihm gefielen der Song und der Stil ebenfalls, weshalb er ihn in seiner Sendung spielte. Die Reaktion waren begeisterte Anrufe und Telegramme von Hörern, weshalb der Song danach öfter aufgelegt wurde.

„That’s All Right Mama“ / „Blue Moon of Kentucky“ erschien als Single bei Sun Records am 19. Juli 1954 – es lagen bereits 6000 Bestellungen dafür vor! Auf dem Label Sun Records veröffentlichte Elvis Presley weitere bekannte Songs im Laufe der Jahre 1945 und 1955. Diese Singles erreichten regelmäßig die Spitzen der regionalen Country & Western Charts und dann auch endlich die nationalen Billboard-Country-Charts. Nun folgten auch die ersten großen Live Auftritte von Elvis und seiner Band. Er fiel durch seine rhythmischen Bein- und Hüftbewegungen aus dem Rahmen und es wird von begeisterten, sogar tumultartigen Reaktionen berichtet. Im Jahr 1955 entwickelte sich so schon eine Fanbewegung und einige Musiker versuchten bereits, seinen Stil zu kopieren.

Ende des Jahres dann war der Weg frei zum Wechsel zu einem größeren Plattenlabel, RCA, die eine internationale Plattenkarriere ihres neuen Künstlers einleitete. Bereits der erste Song, den Elvis mit RCA aufnahm („Heartbreak Hotel“) eroberte Platz 1 der Pop und Country Charts. Das war der Beginn des Jahres 1956 und der seiner weltweiten Karriere. Ein erstes Album folgte und auch diese erreichte die Spitze der Charts und bescherte seiner Plattenfirma Einnahmen von über einer Million Dollar. Zur gleichen Zeit, also 1956/57 hatte Presley dann auch einige Fernsehauftritte in den USA. Diese machten ihn endgültig international bekannt. Die Musikkarriere von Elvis Presley wurde dann zunächst unterbrochen von seinem Militärdienst, den er unter anderem in Deutschland ableistete (siehe unten Abschnitt „Militärdienst“).

Gesang und Schauspielerei

Nach seiner Rückkehr 1960 setzte er seine Karriere als singender Schauspieler bzw. schauspielernder Sänger fort, die bereits vor seiner Militärzeit begonnen hatte. Schon 1956-1958 spielte er in einigen Filmen mit, der bekannteste davon sicherlich „Jailhouse Rock“. Diese Filme boten neben einer Grundhandlung natürlich auch sehr viel Musik, die auf Soundtracks veröffentlicht wurden. Diese filmische Musikkarriere setzte er also fort, als er in die USA zurückkehrte. In den folgenden 9 Jahren wurden insgesamt 27 Filme produziert, überwiegend Musikkomödien. In dieser Zeit trat er auch nicht in Fernsehshows oder live auf. Auf ein Konzert mussten seine zahlreichen Fans bis 1969 warten.

Doch auch während dieser Zeit ohne Konzerte und während der häufigen Filmaufnahmen produzierte Presley einige Studioalben. Diese waren musikalisch anspruchsvoller als vieles von dem, das er in den Filmen zeigen durfte. Aus diesem Grund waren sie vielleicht kommerziell weniger erfolgreich als die Soundtrack Alben der Filme. Dies mag zusammen mit der allgemeinen Entwicklung der Musikszene dazu beigetragen haben, dass Elvis 1966 entschied, ein Gospelalbum aufzunehmen. Nach nunmehr 10 erfolgreichen Jahren im Musik- und Filmgeschäft brachte dieses Album, „How Great Thou Art“, ihm seinen ersten Grammy ein. Es dauerte jedoch noch bis Ende 1968 bis Elvis Presley wieder im Fernsehen zu sehen war. Auf NBC lief mit einem Zuschaueranteil von 42 % das TV-Special ELVIS. Dies bezeichnete die Rückkehr von Presley als Sänger und vor allem auch Entertainer. In den 70er Jahren, bis zu seinem Tod 1977, gab Elvis daraufhin über 1100 Konzerte, fast die Hälfte davon im International Hotel in Las Vegas. Die dort entwickelte „Elvis-Presley-Show“ war dann auch der Standard, der auf allen anderen Konzerten dieser Jahre aufgeführt wurde.

Aus der Zeit stammt auch der berühmte weiße Bühnenanzug, ein Einteiler mit hohem Kragen und V-Ausschnitt und aufwendigen Verzierungen. Zu Lebzeiten wurden bis zu 500 Millionen Tonträger von Elvis Presley verkauft und allein im Jahr nach seinem Tod kamen 200 Millionen dazu. Da sich die Tonträger noch heute sehr gut verkaufen, werden in Gesamtverkäufe inzwischen auf über eine Milliarde geschätzt, was Elvis zum kommerziell erfolgreichsten Sänger weltweit macht. Ausgezeichnet wurde er mit drei Grammys (bei 14 Nominierungen), bezeichnenderweise nicht für Rock ’n Roll Alben, sondern für drei Gospelalben, darunter das erwähnte „How Great Thou Art“ und dessen Live Aufnahme aus dem Jahr 1974. Elvis Presley starb am 16. August 1977 in Memphis auf seinem Anwesen Graceland.

Militärdienst

Aus deutscher Sicht ist die Militärzeit von Elvis Presley wichtig. Er war nämlich nach seiner Grundausbildung für fast 2 Jahre in Deutschland stationiert. Dies war auf dem Höhepunkt seiner musikalischen Karriere und daher war der Rummel um seine Person auch sehr groß. Im hessischen Friedberg wohnte er für die meiste Zeit in einem gemieteten Privathaus in der Goethestraße 14, das Haus ist heute noch ein beliebter „Pilgerort“ vor allem auch bei deutschen Elvis-Fans und solchen, die zu den regelmäßig stattfindenden Elvis-Festivals und Gedenktagen in die Stadt kommen.

Privat

Auf einer Party während seines Militärdienstes in Deutschland lernte er im September 1959 Priscilla Beaulieu kennen. Im Frühjahr 1963 zogen die beiden zusammen und heirateten am 1. Mai 1967 in Las Vegas. Das gemeinsame Kind, Lisa Marie, wurde am 1. Februar 1968 in Memphis geboren.

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