Max Planck

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Der Name Max Planck ist sicherlich vielen Menschen ein Begriff. Möglicherweise kennt man ihn in Zusammenhang mit Universitäten oder Insituten. Doch wer genau verbirgt sich hinter diesem Namen und was hat ihn berühmt gemacht? Diese Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden. Denn Max Planck ist ein bedeutender Physiker, dem einige Erkenntnisse zu verdanken sind. Im Bereich der theoretischen Physik und vor allem auch der Quantenphysik hat er neue Maßstäbe gesetzt und andere Physiker nachhaltig beeinflusst.

Zur Person von Max Planck

Geboren wurde der Physiker als Max Karl Ernst Ludwig Planck am 23. April 1858 in Kiel. Er wuchs mit seinen vier Geschwistern und zwei Halbgeschwistern auf. Seine Familienmitglieder waren hauptsächlich Pfarrer und Juristen. Er entstammte also einem gebildeten Elternhaus. Als Max Planck elf Jahre alt war, zog die Familie von Kiel nach München, weil der Vater dort an der Universität einen Lehrstuhl im Bereich des Zivilprozessrechts angenommen hatte. In der ersten Lateinklasse des Maximiliansgymnasiums kam er gut zurecht. Die Lehrer mochten ihn, weil er ein guter Schüler war. Für besonders herausragende Leistungen reichte es allerdings nicht. Auch gab es an dieser Schule keine direkte naturwissenschaftliche Ausbildung. Sein Mathematiklehrer lehrte allerdings auch Bereiche wie Astronomie und Mechanik, sodass die ersten Berührungspunkte zur Physik in der Schule stattfanden.

Nach bestandenem Abitur fiel die Wahl des Studienfaches nicht leicht. Naturwissenschaften interessierten den jungen Planck, aber auch ein Musikstudium schien nicht ausgeschlossen. Immerhin verfügte er über das absolute Gehör und spielte verschiedene Instrumente wie Klavier und Cello. Darüber hinaus war er ein sehr guter Sänger. Allerdings erschienen ihm die Berufsperspektiven im musischen Bereich nicht sehr gut, weswegen er sich letztlich für die Physik entschied. Allerdings wurden auch hier zunächst keine großen Zukunftsaussichten vorausgesagt. Wie viele Physiker ging auch einer seiner Physikdozenten Phillip von Jolly davon aus, dass in der Physik bereits alles erforscht sei. Es gäbe nur noch wenige Gebiete, auf denen kleine Lücken zu schließen seien. Und diese sind auch noch relativ unbedeutend. Davon ließ sich Max Planck allerdings nicht entmutigen und begann sein Studium der Physik 1874 in München.

Nach einem kurzen Intermezzo in Berlin beendete er 1879 das Studium. Zunächst hatte er Mathematik und Physik auf Lehramt studiert, weil einzig eine Lehrerstelle eine feste Anstellung und damit ein geregeltes Einkommen versprach. Doch diesen Beruf wollte er nicht ausüben. Er promovierte und arbeitete anschließend fünf Jahre lang als Privatdozent in München. Sein Staatsexamen und auch die Promotion meisterte er mit Bravour und der Gesamtnote eins.

Beruflicher Werdegang

Bereits in seiner Dissertation hatte er sich intensiv mit der Wärmelehre beschäftigt. Die Forschungen auf diesem Gebiet setzte er fort, auch wenn er während dieser Zeit von anderen Wissenschaftlern kaum beachtet wurde. 1885 kam dann endlich der ersehnte Ruf eines Lehrstuhls. In Kiel wurde er zum Professor ernannt und stand nun wirtschaftlich gesehen endlich auf eigenen Beinen. So heiratete er 1887 seine langjährige Freundin Marie Merck. Zusammen bekamen sie vier Kinder. Allerdings starb seine Gattin recht früh. Und auch seinen Kindern war kein langes Leben beschienen. Einer der Söhne fiel im ersten Weltkrieg, die Töchter starben beide kurz nach der Geburt ihrer ersten Kinder. Beruflich ging es aber weiterhin stetig bergauf. Nach vier Jahren in Kiel bekam er eine Professorenstelle in Berlin. Hier lehrte er im Bereich der theoretischen Physik bis 1927.

Nach Verlassen der Universität als Professor war Planck viele Jahre Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die sich die Förderung der Wissenschaften auf die Fahnen geschrieben hatten. Ein Jahr vor seinem Tod wurde die Gesellschaft auf Drängen der britischen Besatzungsmacht umbenannt. Zu seinen Ehren trug sie fortan den Namen Max-Planck-Gesellschaft. Er selber wurde zu ihrem Ehrenpräsidenten ernannt. Gestorben ist dieser große Physiker nach mehreren Schlaganfällen am vierten Oktober 1947 in Göttingen. Sein Grab befindet sich in unmittelbarer Nähe andere Nobelpreisträger auf dem Stadtfriedhof Göttingen.

Planck gilt als Begründer der Quantenphysik

Mit seinen Forschungen hat Max Planck die Naturwissenschaften und besonders die Physik nachhaltig verändert. Er untersuchte das Farbspektrum des von schwarzen Körpern abgestrahlten Lichts. Diese Forschung fand zunächst wenig Beachtung, wurde dieser Bereich doch als nicht besonders wichtig in der Physik betrachtet. Doch während dieser Arbeiten entdeckte Planck eine Formel, die die Strahlung voraussagen konnte. Die klassische Vorstellung, das Licht und Wärme in einem gleichbleibenden Strom abgegeben werden, wurde damit aufgegeben. Energie wird vielmehr in festen Einheiten gebündelt abgegeben. Diese Einheiten werden auch als Energiequanten bezeichnet. Planck entdeckte in diesem Zusammenhang eine Konstante, die zur Berechnung entscheidend war. Trotz der Neuheit und der revolutionären Inhalte, wurde die Quantentheorie schnell akzeptiert und von anderen Forschern, unter anderem Einstein, angewendet. Insgesamt wurde mit dieser Entdeckung ein neues Zeitalter in der Physik und der Chemie angebrochen, was viele alte traditionalistische Ansätze ablöste. Obwohl er selber der Initiator war, waren diese rasanten Entwicklungen nicht immer unbedingt nach Max Plancks Geschmack. Die Bedeutung dieser Entdeckung lässt sich aber auch daran erkennen, dass Max Planck 1918 den Nobelpreis für Physik erhielt. Aber auch in seiner Nobelpreisrede kommt zum Ausdruck, dass er mit der Entdeckung seines Quantums gar nicht so zufrieden war, weil damit zu viele alte Vorstellungen aufgegeben werden mussten.

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