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Ozonloch

Jeder kennt den Begriff Ozonloch, fast jeder macht sich Sorgen über diesen Begriff. Definieren können allerdings die wenigsten dieses bedrohliche Geschehen. Das Ozonloch ist ein Effekt, der das Fehlen von Ozon in einer bestimmten Höhe über der Erde definiert.

Die Ozonschicht ist eine Schicht aus Ozon, die die Erde in einer Höhe von etwa 14.000 bis etwa 35.000 Metern umgibt. Zum Vergleich: ein Verkehrsflugzeug fliegt im Streckenflug etwa in einer Höhe von 10.000 bis 15.000 Metern. Ozon ist ein Molekül aus drei Sauerstoffatomen. Es kommt gasförmig in der Stratoshphäre (15-50km Höhe) vor.

Herkömmlicher Sauerstoff wiederum ist ein Hauptbestandteil unserer Atemluft. Er trägt die Summenformel O2. Der Sauerstoff in der Atemluft ist lebensnotwendig für Landlebewesen. Diese Lebewesen nennt man auch aerob, wenn Sie zum Leben Sauerstoff in der Sättigung benötigen, wie sie in normaler Luft gegeben ist. Das Sauerstoffmolekül "O2" ist aus zwei Sauerstoffatomen (chemische Bezeichnung "O") zusammengesetzt.

Der Sauerstoff Ozon hat noch ein drittes "O", seine Summenformel lautet deshalb "O3". Auch er ist für Lebewesen auf der Erde lebensnotwendig, denn die Schicht, die das Ozon rund um die Erde bildet, ermöglicht das Leben auf der Erde. Die Ozonschicht schützt die Erde vor den ultravioletten Strahlen der Sonne. Diese Strahlen enthalten so viel Energie, dass kein Leben auf der Erde möglich wäre, wenn die Strahlung ungefiltert auf der Erde eintreffe, da wichtige Grundbausteine des Lebens geschädigt würden.

Deshalb ist das Leben auch im Meer entstanden, vor etwa 3,5 Milliarden Jahre gab es noch keinen freien Sauerstoff (O2) in der Erdatmosphäre und damit auch keine Ozonschicht. Das im schützenden Meer entstandene Leben setzte nun Sauerstoff frei, der später in der Erdatmosphäre gelangte und dort die Ozonschicht bildete. Denn der Sauerstoff in O2-Form wird unter Einwirkung der ultravioletten Strahlung der Sonne in Ozon (O3) umgewandelt.

Aus dem ersten Leben entstand also die Ozonschicht, die nun dafür sorgt, dass das Leben weiter bestehen kann. Leider ist die Ozonschicht sehr empfindlich, die Verbindung zwischen dem Molekülpärchen O2 und dem dritten Sauerstoffatom O zu O3 ist nicht sehr fest. Sie kann durch chemische Reaktionen in der der Atmosphäre leicht wieder gelöst werden. Die Ozonschicht ist mit 20 Kilometern Durchmesser sehr klein, wenn man einen kosmischen Maßstab ansetzt.

Gerade deshalb ist es sehr bedenklich, dass die Ozonschicht immer weiter schrumpft und mittlerweile viele Löcher aufweist. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist bekannt, dass die Ozonschicht irreparabel beschädigt wird, wenn große Mengen von chemischen Substanzen in die Atmosphäre eingebracht werden und mit dem Ozon reagieren. Als Ozonloch wird bezeichnet, dass in einer definierbaren Region eine außergewöhnlich starke Abnahme der Ozonschicht zu beobachten ist.

Seit Anfang der 1980er Jahre ist die Ozonschicht über der Antarktis in einer Weise geschädigt, dass von einem Ozonloch gesprochen wird. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre sind die Ozonverluste über dem Nordpol ebenfalls so gravierend, dass der Begriff auf diese Regionen ebenfalls angewandt wird. Da die Werte mit der punktuellen Belastung, aber auch mit der Jahreszeit ständig schwanken und es auch keine verbindliche Festlegung gibt, wann ein Ozonloch diagnostiziert werden muss, unterscheiden sich die Aussagen der Wissenschaftler teilweise erheblich.

Sicher ist aber, dass der Mensch es vermeiden sollte, Ozon zerstörende Substanzen in die Erdatmosphäre einzubringen, wenn er länger den schützenden Schirm der Ozonschicht genießen möchte.

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