Die Globalisierung
Globalisierung beschreibt das Phänomen der zunehmenden Verflechtung auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene. Heute wird allgemein angenommen, dass es sich dabei um eine völlig neue Erscheinung handelt. Allerdings gibt es auch Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass derartige Tendenzen auch schon früher zu beobachten waren. So gibt es Beispiele aus der Antike, wie die griechischen Fernhandelsbeziehungen nach Eurasien, und im Mittelalter wurden die politischen Beziehungen in Europa stark intensiviert. Andere Forscher sprechen von Globalisierungswellen.
Demnach haben sich die zwischenstaatlichen Verbindungen zwischen 1840 und dem ersten Weltkrieg stark erhöht, besonders beim Handel, aber auch in Bezug auf die Kommunikationstechnologie und die Migration von Arbeitskräften. Nach dem ersten Weltkrieg kam es zu einer Phase der Desintegration bzw. Entflechtung, die schließlich in der Weltwirtschaftskrise gipfelte. Erst seit den 60er Jahre kann man wiederum von einer Globalisierungswelle sprechen.
Es wird angenommen, dass besonders die Neuerungen der Informations-, Kommunikations- und Transporttechnologie diese Welle begünstigt haben.
Enge Verflechtungen erleben wir heute auf politischem Gebiet in Form von Staatenbünden, Freihandelszonen, aber auch in der Gründung staatenübergreifender Organisationen wie der Weltbank oder dem Internationalen Währungsfond. Die Wirtschaft erhielt besonders durch die Technologisierung der Kapitalmärkte einen Globalisierungsimpuls ohne gleichen. Logistikinnovationen wie Containerschiffe und Luftfracht ermöglichten schließlich auch den weltweiten Güteraustausch.
Internationale Unternehmen verstärken heute den Effekt, indem sie die regionalen Kostenunterschiede für sich ausnutzen. Aber auch auf kulturellem Gebiet rücken die einzelnen Länder immer mehr zusammen. Einerseits ist hier eine Vereinheitlichungstendenz erkennbar, andererseits bemühen sich viele Regionen jetzt auch besonders um ihre traditionellen Charakteristika um sich von anderen abzuheben.
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