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Erderwärmung Folgen

Die globale Erwärmung ist ein vom Menschen in Gang gesetzter Prozess, während dessen die durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde steigen. Inzwischen ist bei Wissenschaftlern nicht mehr umstritten, welche Ursachen es für die Erderwärmung gibt. Hauptsächlich ist der Prozess auf die Emission von Treibhausgasen in die Erdatmosphäre zurück zu führen. Die Meinungen differieren allerdings bei der Frage, welche genauen Folgen hinsichtlich zukünftiger Klimaveränderungen zu erwarten sind. Die Differenzen beschränken sich allerdings weitgehend auf die Frage nach Werten und exakten Daten, die Tendenz hingegen ist den wissenschaftlichen Theorien gemein.

Zunächst ist das Ausmaß der globalen Erwärmung Gegenstand von Diskussionen. Der Intergouvernmental Panel on Climate Change geht während der folgenden 90 Jahre von einem weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperaturen von 1,1 bis 6,4 Grad Celsius aus. Abhängig sind diese Werte von der weiteren Entwicklung des menschlichen Kohlendioxidausstoßes.

Eine der sichtbarsten Veränderungen ist die Verschiebung der Jahreszeiten. Während der letzten Dekaden hat sich der Beginn des Frühlings um etwa zwei Wochen nach vorne verschoben. Eine Folge und gleichzeitig klares Indiz dafür sind die Bewegungen der Zugvögel, die inzwischen bereits 2 Wochen früher als zuvor in den Norden zurückkehren. Alle 10 Jahre verändert sich ihr Jahresrhythmus demnach um etwa 4 Tage. Ein weiterer Indikator ist die durchschnittliche Blütezeit, die sich in Europa im Durchschnitt um etwa 3 Tage pro Dekade nach vorn verschiebt. In Folge dessen kommt es zu Problemen bei der Aufzucht der Jungen bei vielen Tierarten. Die Tiere sind bei der Adaption an die Umweltbedingungen langsamer als die Pflanzen, so dass die Brutzeiten nicht mehr mit den Zeiten des Nahrungsreichtums einhergehen.

Eine noch deutlichere Verschiebung ist bei den Klimazonen zu erkennen. Die Erwärmung der Erde bringt neue Wüsten hervor und schafft neue, bisher unbekannte, Klimazonen. Es wird davon ausgegangen, dass knapp 40% der Klimazonen in 100 Jahren heutzutage noch unbekannt sind. Weitere 10% der heutigen Klimazonen werden sich wandeln in solche, die bereits in anderen Teilen der Erde bestehen. Die Folgen dieses Wandels sind gravierend. Vor allem im Bereich der Tropen und Subtropen sind die Schwankungen im Klima sehr gering, was dazu führt, dass die Flora und Fauna eine sehr geringe Anpassungsfähigkeit aufweisen.

Temperaturschwankungen im Bereich bis zu einem Grad Celsius sind in diesem Sinne noch weitgehend problemlos zu kompensieren, alles darüber hingegen führt zum Aussterben von Arten, dramatisch wird diese Entwicklung bei einem durchschnittlichen Anstieg von mehr als 2 Grad.

Die Auswirkungen auf die weltweiten Gewässer zeigen sich unter anderem in einem Anstieg des Meeresspiegels. Die erhöhten Temperaturen führen zu einem Abschmelzen der Gletscher an den Polkappen. Die Auswirkungen zeigen sich an den Küsten tief gelegener Gebiete, wie zum Beispiel der Niederlande, die ihre Bemühungen und Investitionen im Bereich des Küstenschutzes während der nächsten Dekaden massiv werden erhöhen müssen.. Noch ernster sind diese Entwicklungen für einige Inselstaaten. Die durchschnittlich nur einen Meter über dem Meeresspiegel befindlichen Malediven etwa könnten während der nächsten 10 bis 20 Jahre dem Untergang geweiht sein. Bereits heute legt die Regierung in Malé daher Geld für eine Aneignung von Land in Indien oder Sri Lanka zurück, um die Bevölkerung umsiedeln zu können. Neben der Erhöhung des Meeresspiegels ist auch die Übersäuerung der Meere ein Problem, das vor allem die Flora und Fauna am Ende der Nahrungskette beeinträchtigt. Die vermehrte Aufnahme von Kohlendioxid bringt eine Verbindung mit dem Wasser zu Kohlensäure mit sich. Korallenriffe etwa sterben aus, da ihre Kalkschicht bei einem geringeren PH-Wert keinen Schutz mehr bietet.

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